Wie oft solltest du dich wiegen?

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Personenwaage mit Massband

Eine Frage die du dir vielleicht auch schon gestellt hast: Wie oft soll ich mich wiegen? Schließlich möchtest du die Erfolge deiner Ernährungsumstellung schwarz auf weiß sehen und bestätigt bekommen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Warum das allerdings ein großer Fehler sein kann, beschreibe ich dir hier.

Was ist das Ziel deiner Diät?

Zunächst einmal solltest du dir die Frage stellen, was du mit deiner Diät oder Ernährungsumstellung erreichen möchtest. Die meisten Menschen sprechen in diesem Zusammenhang immer vom “Abnehmen”, vermutlich auch du. Diese Denkweise (“ich will jetzt 10 Kilo abnehmen”) führt automatisch dazu, dass du dich von Beginn an extrem auf dein Körpergewicht konzentriert. Also auf die Zahl, die auf der Waage steht. Das ist meiner Meinung nach aber der falsche Weg. Denn in Wahrheit ist dir doch egal, was die Waage für eine Zahl anzeigt. Dein wahres Ziel ist ein schlanker, straffer Körper. Richtig?

Was sagt dir die Zahl auf der Waage?

Wenn du dich Morgens nach dem Duschen auf die Waage stellst, dann zeigt dir die Zahl auf der Waage zunächst mal nichts über den Erfolg oder Misserfolg deiner Diät. Denn die Zahl, die dir die Waage anzeigt, wird durch viele unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Das sind so viele verschiedene Einflüsse, dass ich an dieser Stelle nur einige Beispiele aufzählen möchte:

  1. Wassereinlagerungen – Klingt zwar abgedroschen, ist aber in der Tat der Hauptgrund für Gewichtsschwankungen. Gründe für diesen Unterschied im Wasser-Haushalt gibt es sehr viele. Eine anstrengende Sporteinheit kann zum Beispiel eine verstärkte Wassereinlagerung in den Muskeln bewirken. Der Monatszyklus der Frau ist ebenfalls ein ganz wesentlicher Faktor (bei den Damen) …
  2. Darm-Inhalt – Sorry für dieses unappetitliche Beispiel. Kann aber schon mal 500g ausmachen ☺️
  3. Veränderung der Körperzusammensetzung – Oft wird im Rahmen einer Diät auch viel Sport getrieben. Das ist sehr gut, hat aber in der Regel Muskelzuwachs zur Folge. Die wiegen auch, binden zusätzliches Wasser und und und.

Es gibt noch viele weitere harmlose Gründe für Das Auf und Ab auf der Waage. Aber ich denke du hast schon verstanden was da in deinem inneren passiert.

Welche Alternativen gibt es?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Häufiges Wiegen ist nicht schädlich und bewirkt zunächst mal nichts was den Verlauf der Diät stört. Allerdings gibt es diesen psychologischen Faktor, der nicht ohne ist. Stell dir vor, du hast deine Ernährung umgestellt, bleibst immer im leichten Kalorien-Defizit und treibst täglich Sport. Die Waage zeigt aber mal 1000g weniger an und am nächsten Tag plötzlich 1500g mehr. Das kann frustrierend sein. Es kann eine Diät sogar zum Scheitern bringen. Obwohl du auf einem sehr guten Weg warst, hast du aufgegeben. Doch was ist die Alternative?

Das Maßband zum Beispiel. Oder eine alte Jeans, die nicht mehr passt. Denn folgendes wird dich überraschen: Obwohl die Waage noch das gleiche Gewicht anzeigt wie zu Beginn der Diät, kann es gut sein, dass du schon einige Zentimeter am Bauch verloren hast. Vielleicht passt die alte Jeans schon viel besser. Das sind viel genauere Fakten als die Zahlen auf der Waage.

Mein Rat: Wiege dich zu Beginn der Diät nur einmal pro Woche und beobachte deinen Körper lieber rein optisch im Spiegel. Dieses Feedback ist viel genauer. Und wenn die alte Jeans eines Tages wieder passt, bist du einfach nur happy, glaub es mir. Egal was an dem Tag die Waage sagt …

 
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